Hämorrhoiden-Therapie (mittels Rektoskopie / Proktoskopie)

Wann ist eine Hämorrhoiden-Therapie notwendig bzw. sinnvoll?

Für Patienten, bei denen aufgrund von Hämorrhoiden immer wiederkehrende Blutungen bzw. akute oder chronischen Schmerzen auftreten, kann eine Hämorrhoiden-Therapie sinnvoll sein.

Ablauf und Besonderheiten

Bei ganz ausgeprägtem Hämorrhoidalleiden ist ggf. eine Operation erforderlich. In den meisten Fällen kann diese aber durch weniger einschneidende Methoden vermieden werden.

Bei dieser „konservativen“ Hämorrhoiden-Therapie wird in der Regel mit einem speziellen Proktoskop vom behandelnden Arzt (Gastroenterologe / Proktologe) im Rahmen einer Proktoskopie mit Hilfe einer Saugvorrichtung die zu therapierende Hämorrhoide angesaugt und ein kleines Gummiband darüber gestülpt. Dies führt durch Abschnürung der Blutzufuhr in die Hämorrhoide nach einigen Tagen zum Abfallen und damit zur Verödung der Hämorrhoide. Alternativ hierzu kann eine Behandlung mit Einspritzen eines Sklerosierungsmittels oder auch mit Infrarotlicht erfolgen. Wir als Spezialisten bei der Proktoskopie werden die für den Patienten je nach Situation beste Methode empfehlen.

Wie lange dauert eine Hämorrhoiden-Therapie und ist eine Narkose notwendig?

Die Hämorrhoiden-Therapie dauert in der Regel nicht länger als 5 min, ist in der Regel nicht schmerzhaft und wird ohne Narkose durchgeführt.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Hämorrhoiden-Therapie bekommt der Patient einen kleinen Einlauf, bei dem der Enddarm von (Rest-)Stuhl befreit wird. Dies wird unmittelbar vor der Hämorrhoiden-Therapie durchgeführt, damit eine ausreichend gute Sicht möglich ist.

Nachsorge

Nach Durchführung der Hämorrhoiden-Therapie sollte der Stuhlgang für mehrere Tage weich gehalten werden (zum Beispiel mittels Flohsamenschalen) und starkes Heben und Pressen vermieden werden. Sollte es unmittelbar nach der Hämorrhoiden-Therapie oder im Verlauf zu Schmerzen kommen, so muss eine adäquate Schmerztherapie durchgeführt werden.

Nachteile/Risiken der Hämorrhoiden-Therapie

In seltenen Fällen kann es unmittelbar nach der Hämorrhoidentherapie zu Schmerzen gekommen, in sehr seltenen Fällen auch zu einer Verletzung der Darmwand/Analschleimhaut. Nach circa 7-10 Tagen kann nach Abfallen des Gummibandes eine erneute meist leichte Blutung auftreten. Unter Therapie mit Blutverdünner (zum Beispiel ASS) ist dieses Risiko erhöht. Sollte die Blutung nicht von selbst zum Stillstand kommen, so ist eine Wiedervorstellung in unserer gastroenterologischen Praxis notwendig.

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